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| Nahrungsmittelallergien: Alles nur Einbildung? |
| Echte Nahrungsmittelallergien in den meisten Fällen nicht `echt´ |
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Ein Drittel aller Deutschen glauben, dass sie eine Nahrungsmittelallergie haben. Bei den meisten stimmt das gar nicht, doch manche unsinnige Diagnosemethoden bestärken die „Patienten“ in ihrem Glauben.
Sehr viele Menschen sind davon überzeugt, bestimmte Nahrungsmittel nicht zu vertragen - in Deutschland fast ein Drittel der Erwachsenen. Werden diese vermeintlichen Nahrungsmittelallergiker mit Provokationstests überprüft, zeigt sich, dass in 90 Prozent der Fälle keine derartige Allergie besteht.
Pech nur, dass diese Tests wenig Anwendung finden. Stattdessen wird bei der Diagnose häufig der Gehalt bestimmter Antikörper, der so genannten Immunglobuline der Klasse G. (IgG) im Blut untersucht. Auch Bioresonanz und Kinesiologie werden bei der Diagnostik angeboten.
Alle diese Methoden sind aber überhaupt kein verlässlicher Indikator für eine Nahrungsmittelallergie. „Praktisch jeder Erwachsene hat einen nachweisbaren IgG-Wert für viele Nahrungsmittel“, erklärt Dr. Gerd Schauerte, Allergologe im CJD Asthmazentrum Berchtesgaden. „Höchste Zeit, dass mit dem Unsinn aufgehört wird. Die IgG-Analysen sind reine Geldverschwendung. Ein Provokationstest ist der sicherste Diagnoseweg“.
Oft werden unspezifische Symptome wie Bauch- oder Kopfschmerzen, die im zeitlichem Zusammenhang mit einem Nahrungsaufnahme stehen, ursächlich einem Nahrungsmittel zugeordnet. Wer sich über seine vermutete Allergie wirklich Klarheit verschaffen will, sollte einen Provokationstest machen. Dazu muss zunächst auf das verdächtigte Nahrungsmittel zwei Wochen verzichtet werden. Dann erhält der Patient an zwei Tagen zwei äußerlich und geschmacklich nicht zu unterscheidende Breie, in denen einmal das verdächtigte Nahrungsmittel gelöst ist. Dabei wissen weder Arzt noch Patient, welcher Brei das Nahrungsmittel enthält. Das ist nur der Diätassistentin bekannt, die die Breie zubereitet. Der Test ist positiv, wenn nur bei Verzehr des verdächtigten Nahrungsmittel Krankheitszeichen auftreten.
Quelle:
CJD Asthmazentrum Berchtesgaden
Presse- & Öffentlichkeitsarbeit Eduard Goßner
Buchenhöhe 46
83471 Berchtesgaden
fon 08652 6000-161
fax 08652 6000-274
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www.cjd-asthmazentrum.de
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| geschrieben von CJD am 12.06.09 |
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